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Das Jahr der ESL?
esports

posted by NIC-o
28.12.2008 - 10:12

008 war in erster Linie geprägt durch Turniere der ESL. Mit sechs hochdotierten Turnieren rund um den Globus allein innerhalb der Extreme Masters erlebte das Kölner Unternehmen eine enorme Entwicklung. Gleichzeitig wurden neue Pro Series gestartet und weitere Länder mit dem Ligensystem ausgerüstet, das in Deutschland schon lange führend ist. Hanno 'hno' Magnus beleuchtet "Das Jahr der ESL", seine Auslöser und Folgen.
Das Jahr 2008 wird für eSport-Fans sicher aus verschiedenen Gründen in Erinnerung bleiben. In der nächsten Zeit wird man eher von den großen Turnieren und spannenden Spielen schwärmen, die das Jahr sicherlich geboten hat. Auf lange Sicht jedoch könnte das Jahr 2008 vor allem als "Das Jahr der ESL" in die Geschichte eingehen. Diese setzte 2008 auf eine neue Strategie, die ebenso folgerichtig wie erfolgversprechend ist: Globalisierung.

Weltmeisterschaft statt Champions League

Als bestes Beispiel kann man hier die ESL Extreme Masters betrachten. Ursprünglich hatten Beobachter vermutet, dass die ESL diese Liga als Äquivalent zur Champions League des europäischen Fußballverbands UEFA installiert. Dieses Jahr wurde der Fokus der Liga allerdings zu einem weltweiten Topturnier mit kontinentalen Qualifikationen verschoben. Während bei den Finals in diesem Jahr (Saison II) nur einige außereuropäische Teams und Spieler mit von der Partie waren, hätten in der dritten Saison Europäer nicht unbedingt die Mehrheit bilden müssen. Stattdessen wurde diese Quote - letztlich doch mit dem besseren Ende für die europäische Fraktion - über Global Challenges ermittelt; durch Spitzenplatzierungen in diesen Turnieren hatten Teams und Spieler aus aller Welt die Möglichkeit, ihrem Kontinent zusätzliche Startplätze in Hannover sichern. Eine irgendwie geartete Bevorteilung der Europäer fand nicht mehr statt.

Ein weiteres Zeichen der Globalisierung ist die Absetzung von Warcraft 3 und die Aufnahme des insbesondere in Amerika salonfähigen World of Warcraft. Dabei betonte die ESL: "Wir schreiben WC3 nicht ab, obwohl nur noch in China ein echter Wachstumsmarkt für das Spiel vorhanden ist." Selbst diesen letzten Wachstumsmarkt berücksichtigte die ESL mit speziellen Nebenturnieren parallel zu den Extreme Masters in Asien. Man denkt global in der Kölner Zentrale. Das entscheidende Stichwort ist "Wachstum". Der Kernmarkt Deutschland befindet sich schon lange fest in der Hand der ESL, ist aber inzwischen gesättigt. Die Wachstumssprünge der früheren Jahre sind nur noch im Ausland möglich. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die ESL je nach Situation auf Franchisenehmer oder auf die unmittelbare Umsetzung durch die ESL selbst.

ESL fördert Strukturen

Neben dieser gut überlegten Planung profitierte die ESL dieses Jahr außerdem von der Schwäche ihrer Gegner. An erster Stelle ist das Aus der CGS zu nennen. Die Liga konnte fast als Gegenentwurf zur ESL gesehen werden. Passendes Motto der Fernsehliga: "eSport von oben". Die Betreiber suchten eher willkürlich Spiele, Regeln und Teams aus - außer Acht ließ man den Willen der Community. Als Ausgleich boten sie einmalig hohe Gehälter, Fernsehauftritte und Rundumversorgung ihrer Spieler. Mit der Pleite im Herbst 2008 disqualifizierte sich jedoch dieser Ansatz zur Gänze. Was als "Sieger" bleibt, ist der Ansatz der ESL, die auf Wünsche aus der Community hört und aus dem eSport kommende Strukturen übernimmt und stüzt. So stabilisieren die starken Wechselrestriktionen die Clan-Szene und erleichtern die von der ESL benötigte Professionalisierung.

Ähnlich handelt das Kölner Unternehmen hinsichtlich ihrer EPS-Struktur, von der zunächst nur deutsche Teams profitierten. Mit der Verbreitung der ESL auf dem europäischen Kontinent, konnte diese Struktur sich auch in anderen Ländern durchsetzen. Die neueste Ausgabe der EPS findet sich in den Ländern Skandinaviens: Schon bald könnte die EPS auch für die Nordmänner ein Fixstern werden, wie sie für die deutschen Spieler schon lange ist. Die führenden Teams im Norden haben diesen Schritt in Interviews mehrfach begrüßt und die gestarteten Amateur Series beginnen ebenfalls ihre Anziehungskraft für Nachwuchsteams zu entfalten. Es passt insofern in das Konzept "eSport von unten", welches die ESL zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Ermöglicht werden diese ausländischen Pro Series durch Franchisenehmer, in diesem Fall ESNation.

USA: Eine Chance, die man noch nutzen muss

Eine andere Strategie wurde in den USA gefahren. Fast heimlich baute die ESL dort ihren Unterbau auf: verschiedene Ladders und Ligen für Hobbyspieler in verschiedenen Spielen. Zu dem Zeitpunkt war ein Großteil der amerikanischen Stars noch in der CGS gebunden. Vermutlich hat man in Köln aber genau auf das eingetretene Ende der Fernsehliga spekuliert. - Es hat sich ausgezahlt: Die besten Chancen am dortigen Markt hat jetzt die ESL. Zwei Global Challenges zeigen, dass die ESL diesen Matchball verwandeln will. Bisher mangelt es an Aktivität auf der amerikanischen ESL-Seite sowie an Personal vor Ort, weshalb der US-Ableger beinahe komplett aus Deutschland verwaltet werden muss. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist kein leichtes Pflaster, aber ein extrem wertvolles, wenn man sich denn durchsetzten kann. Der größte Konkurrent ist dort jedenfalls gescheitert.

Ein ähnliches Schicksal in Übersee widerfuhr dem ESWC. Die französische Organisation verlegte zu Ehren des Hauptsponsors Nvidia das Turnier von Paris nach Kalifornien. Dort krankte das Event an fehlendem Zuschauerinteresse sowie der Zeitverschiebung zum wichtigen Markt Europa. Vielleicht ist deshalb Nvidia nach diesem Schlag ins Wasser abgesprungen; jedenfalls findet der ESWC 2009 wieder in Paris statt und nicht mehr mit der einstigen Unterstützung des Grafikkartenherstellers.

Der Sieger ist einmal mehr die ESL, auch wenn man dies dort bestreitet. Die bange Frage ist zwar, ob sich andere potentielle Sponsoren vom Absturz eines großen Veranstalters abschrecken lassen, gerade im Hinblick auf die Finanzkrise, welche gewagte Investitionen erheblich unbeliebter hat werden lassen. Die trotzdem verbleibenden Sponsoren werden sich aber sicherlich am liebsten mit dem stärksten Partner in der Szene verbinden wollen. 2008 könnte Turtle Entertainment mit der ESL weltweit zu genau diesem stärksten Partner geworden sein.

Die WCG als weiterer Konkurrent?

Als großes eSport-Event auf Augenhöhe der ESL bleiben schließlich die World Cyber Games. Diese konnten die Mitarbeiter der ESL im vergangenen Jahr aus nächster Nähe betrachten. Was in Köln zu sehen war, stellt eine machbare Herausforderung dar. Zu beachten ist jedoch, dass die WCG eine andere Zielrichtung verfolgt. Das Angebot vieler verschiedener Disziplinen und der Fokus auf Nationalteams führt zu einem deutlich anderen Turniererlebnis bei Spielern und Fans - man verfolgt das Konzept der olympischen Spiele. Des Weiteren stehen auf den Grand Finals selbst eher die Sponsoren als die Spieler im Vordergrund. Zuletzt erhält dadurch der Beobachter den Eindruck, dass auch hier "eSport von oben" betrieben wird. Zu diesem Eindruck passen auch Versuche der Regeländerungen oder eigenwillige Turniermodi, wie der Single-Elimination-Modus ohne vorangehendes Seeding.

Eine direkte Konkurrenz um Zuschauer oder Spieler bzw. Teams besteht aufgrund der Unterschiedlichkeit der Ansätze der beiden Veranstalter insofern nicht. Dennoch konkurrieren sie miteinander. Es findet Wettkampf auf der Ebene statt, wer den eSport besser präsentiert und als Unternehmen die besseren Chancen bietet. In dieser Frage hat die ESL mit ihren neuen englischsprachigen Castern und internationalen ESL-TV-Streams einen großen Schritt nach vorn getan.

Es ist demnach kein Wunder, dass man bei der ESL im Moment in Sektlaune ist; es gelingt fast alles, während die Konkurrenz viele Fehler macht. Die Frage ist jedoch, ob diese Entwicklung so positiv ist, wie sie auf den ersten Blick klingt. Auf der einen Seite ist es gut für alle, die sich in Deutschland hauptamtlich mit eSport beschäftigen wollen. Immerhin werden geschätzte 70% dieser Jobs von der ESL vergeben. Auch dass die ESL eher das Konzept "eSport von unten" verfolgt und sich meistens nach Wünschen der Community bzw. der Spieler richtet, lässt ihre Dominanz positiv erscheinen. Auf der anderen Seite jedoch hemmen Monopole häufig Innovationen und Veränderungen, was gerade in einer Sportart, die immer noch am Anfang ihrer Entwicklung steht, das A und O ist. So betrachtet, wäre es daher wünschenswert, dass sich andere Turnierveranstalter wieder einen Aufschwung erleben - im Sinne der Abwechselung, aber auch im Sinne einer besseren ESL.

Quelle: readmore.de

 
readmore.de
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