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Ein PC mit Kern-Kraft
hardware

posted by NIC-o
20.11.2008 - 17:11

Acht ist besser als vier: Beim neuen PC-Prozessor Core i7 baut Intel vier CPU-Kerne ein, lässt die aber wie acht ackern. Ob das den Rechner tatsächlich voranbringt?

Die schlechte Nachricht zuerst: Aufrüsten ist nicht. Bei den neuen Prozessoren der Core i7-Reihe hat Intel so viel gegenüber ihren Vorgängern verändert, dass jeder Versuch, sie in einen bestehenden PC einzubauen, nur mit erheblichem Aufwand durchführbar wäre. Die gute Nachricht: Die Kompatibilität wurde geopfert, um reichlich neue Funktionen einzubauen, die PCs schneller, aber nicht heißer machen sollen.

Dabei ist Intel einmal mehr nach dem Motto "viel hilft viel" vorgegangen. Quadcore ist bei allen i7-Chips Standard, sämtliche Modelle werden mit vier Prozessorkernen ausgeliefert. Und das sind diesmal echte Vierkernchips. Intels bisherige Quadcore-CPUs wurden noch aus zwei Dualcore-Einheiten zusammengesetzt, der neue hingegen besteht tatsächlich aus vier voneinander unabhängigen Rechenkernen.

Aber Quadcore kennt man ja schon von Intel. Der Core i7 legt aber noch einen obendrauf. Für ihn wurde die Hyperthreading-Technik, die einst dem Pentium 4 Beine machen sollte, wiederbelebt. Sie sorgt dafür, dass jeder Prozessorkern zwei Aufgaben quasi gleichzeitig abarbeiten kann. In der Praxis bedeutet das, dass er sich Windows gegenüber verhält, als bestünde er aus acht Prozessoren. Eine multiple Prozessorpersönlichkeit sozusagen.

Eine Treibsatz mit Turbolader

Und das ist gut so, zumindest wenn die Software sich dieser vielen Prozessorkerne auch bedienen kann - was viele Programme aber nicht tun. Die meisten Applikationen nutzen Dual- und Quadcore-Chips zum Trotz noch immer nur einen Kern aus, ganz gleich, wie viele ihnen angeboten werden. Das Problem: Für Programmierer ist es mit einigem Aufwand verbunden, Software so umzuschreiben, dass sie Mehrkern-Chips tatsächlich ausnutzt. Nur wenige, meist sehr neue Programme können das. Darunter sind allerdings auch schon einige Spiele, wie etwa der First-Person-Shooter Farcry 2.

Um aber auch Software, die nur einen Kern ausnutzt, möglichst viel Leistung bieten zu können, haben sich die Techniker den Turbo-Boost ausgedacht. Der ermöglicht es, einen oder mehrere Prozessorkerne gezielt zu übertakten, um so das letzte Quentchen Rechenkraft aus ihnen zu pressen. Gleichzeitig werden die übrigen Prozessorkerne komplett abgeschaltet, um eine Überhitzung zu verhindern. Der Anwender selbst bekommt davon nichts mit, muss sich um nichts kümmern.

Eine Million Transistoren sollen sparen helfen

Für die gesamte Regelung des Prozessors ist auf diesem eine sogenannte Power Control Unit (PCU) eingebaut, eine Art Chip auf dem Chip. Sie überwacht kontinuierlich Temperatur und Auslastung des Prozessors, reguliert dessen Energiesparfunktionen und übertaktet ihn, wenn nötig. Wunder darf man davon nicht erwarten, aber um bis zu 200 Megahertz kann die Taktfrequenz des Prozessors mühe- und vor allem schadlos angehoben werden.

Der Aufwand, den die Ingenieure hierfür getrieben haben, ist beachtlich. Rund eine Million Transistoren kümmern sich in der CPU um das Energie-Management des Chips, genauso viele, wie einst der 486er-Prozessor besaß.

Der Aufwand soll sich allerdings nicht nur zum Übertakten, sondern vor allem zum Strom sparen auszahlen. Unser Testrechner quittierte diese Bemühungen, indem er nicht mit übermäßigem Lüfterlärm nervte. Im Normalbetrieb war er leise hörbar, was kaum störte. Erst wenn der Prozessor von den Testprogrammen bis an seine Grenzen gefordert wurde, drehten die Propeller auf eine so hohe Umdrehungszahl, dass sie deutlich, aber nicht störend, vernehmbar wurden.

Doch, Ehre wem Ehre gebührt, daran war nicht nur der relativ genügsame Prozessor verantwortlich. Auch der große CPU-Kühler und das auf Effizienz getrimmte Netzteil des Testgeräts hatten ihren Anteil daran. Unterm Strich verändert sich der gesamte Strombedarf des Rechners gegenüber vergleichbaren PCs mit älteren Prozessoren trotzdem kaum. Mehrere Hundert Watt gehen da bei 3D-Spielen locker durch die Leitung.

Schnell und sehr teuer: Der Arbeitsspeicher

Reichlich Verkehr herrscht künftig auch auf den Leitungen zum Arbeitsspeicher. Die nämlich zweigen künftig direkt vom Prozessor ab. Ein in den Chip eingebauter Speichercontroller übernimmt die Steuerung des Datenflusses. Bisher mussten Intel-Chips dafür immer externe Bausteine zur Hilfe bitten, was natürlich Zeit kostete.

Dabei hat es Intel allerdings nicht belassen. Um noch ein wenig mehr an der Leistungsschraube zu drehen, arbeitet der Core i7 nur mit sogenanntem DDR3-Arbeitsspeicher zusammen. Dieser neue Speichertyp arbeitet schneller als der bislang übliche DDR2-Speicher, kostet allerdings auch etwa doppelt so viel. Damit nicht genug arbeitet die DDR3-Technik erst dann optimal, wenn drei gleiche Module im PC stecken. Bisher reichten dafür zwei aus.

Und was bringt das alles?

Ob sich all der technische Aufwand lohnt, sollten Tests mit einem vorab von Intel bereitgestellten Core-i7-PC zeigen. Deren Ergebnis: Das Ding ist rattenschnell. Das war aber auch nicht anders zu erwarten. Im Inneren schuftete die Extreme-Edition des Core i7 mit 3,2 Gigahertz Taktfrequenz. Ihm zur Seite stand eine nVidia Highend-Grafikkarte.

Diese Kombination ließ alles alt aussehen, was man bisher zu sehen bekam. Leider ist die Technik noch so neu, dass nicht alle Benchmarks damit funktionieren. Der Cinebench allerdings, der sowohl Grafikkarte als auch Prozessor testet, funktioniert fehlerlos und zeigt: Der Neue Chip geht fix zur Sache. Werden alle vier Prozessorkerne samt Hyperthreading ausgenutzt, ist er in etwa so schnell wie ein Rechner in dem zwei von Intels Xeon Serverprozessoren mit je vier Kernen werkeln. Das ist nicht respektabel, das ist rasant.

Die Preisfrage

Billig dürfte ein solcher PC vorerst aber kaum zu haben sein, schon gar nicht, wenn man ihn in der 3,2 Gigahertz schnellen Extreme-Variante haben will. Dann nämlich kostet schon die CPU 1000 Dollar - wenn man 1000 Stück bestellt. Billiger, nämlich um 280 Euro, wird die Version mit 2,6 Gigahertz. Hinzu kommen mindestens drei Gigabyte DDR3-Speicher, für die man zwischen 70 und 150 Euro anlegen muss. Nicht zu vergessen das neue Mainboard. Bisher funktioniert Intels Superprozessor nur mit dem Intel-Chipsatz X58 Express. Passende Mainboards mit diesen Chips kosten zwischen 230 und 350 Euro. Entsprechende Rechner dürften schon zum Wochenende in einigen Läden zu finden sein.

Deren Erscheinen dürfte allerdings auch auf PCs mit älterer Technik einen positiven Einfluss haben. Denn wenn Neues auf den Markt kommt, wird Altes in der Regel im Preis gesenkt. Und kurz vor Weihnachten kommt eine solche Preisentwicklung doch gerade recht.

Quelle: Spiegel.de

 
Spiegel.de
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